Wie richtig bewerben ?
Im Zeitalter der schnellen Kommunikationswege scheint die direkte Bewerbung an die E-Mails Adressen von Personalfachleuten das Non-Plus-Ultra zu sein. Doch weit gefehlt.
Email Bewerbung:
- Was passiert wirklich mit Ihrer E-Mail? Die Realität in großen und mittelständischen Unternehmen sieht so aus: Unzählige Mails mit Briefen und Werbung etc. füllen die elektronischen Briefkästen. Wer hat schon Lust diese vielen Seiten zu lesen, geschweige denn auszudrucken? Die meisten unaufgefordeten eingereichten E-Mail Bewerbungen werden deshalb ungelesen gelöscht. Und Sie können oft noch nicht einmal mit einer Absage rechnen.
- E-Mail ersetzt nicht die klassische Bewerbungsmappe. Sie werden nach einer E-Mail Bewerbung zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen?! In der Regel müssen Sie dann ohnehin Ihre klassische Bewerbungsmappe mitbringen. Nur wenige Personalabteilungen begnügen sich mit den elektronischen Unterlagen.
- Der schnelle Mausklick ist oft auch ein vergeblicher. Schicken Sie E-Mail Bewerbungen nur, wenn ein Unternehmen dies ausdrücklich wünscht.
- Die Wartezeit nach dem Versand Ihrer Bewerbungsunterlagen kann viele Wochen dauern. Bleiben Sie in dieser Zeit aber in jedem Fall aktiv.
- Damit Sie Ihre Unterlagen in kostengünstigen Standard-Versandtaschen C-4 für DIN A4 Größen versenden können, sollten Sie darauf achten, dass die Bewerbungsmappe keine Übergröße hat.
- Manche Firmen bitten darum, nur einen Lebenslauf mit Anschreiben einzuschicken. Hierfür und auch für Kurzbewerbungen reicht ebenfalls ein Klemmhefter zum Schutz des Lebenslaufs, dem Sie eventuell ein Deckblatt voranstellen können.
- Die Eigeninitiative basierend so genannte Blind- oder Initiativbewerbung ist nur in seltenen Fällen von Erfolg gekrönt.
- Für den auf einem seltenen Forschungsgebiet arbeitenen Naturwissenschaftler mit konkreten Kenntnissen über Arbeitsplätze in Instituten seines Fachgebiets mag eine Blindbewerbung durchaus sinnvoll sein.
- Analysieren Sie genau, für welche Tätigkeit Sie in dem angestrebten Unternehmen geeignet sind.
- Rechnen Sie mit einer Absage, denn in der Praxis wird nur eine Blindbewerbung bearbeitet, wenn das Budget eine Neubesetzung erlaubt.
- Nutzen Sie Telefon und Internet: Rufen Sie in der Personalabteilung Ihrer Zielfirma an und fragen Sie nach vakanten Stellen und ob und wann eine Blindbewerbung gern gesehen wird. Erst dann versenden Sie Ihre Unterlagen.
- Wer da im richtigen Augenblick am richtigen Ort seine Initiativbewerbung einreicht, hat Glück gehabt und ist seinem Traumarbeitgeber einen Schritt näher gekommen.